Erklärung der AG und SAG

25.10.2017 17:32

 

Gemeinsam als Europäer regionale und globale Entwicklungen mitgestalten

 

Am 20./21. Oktober 2017 fanden die Wahlen zum Abgeordnetenhaus des tschechischen Parlamentes statt. Damit wurde nur wenige Wochen nach den Bundestagswahlen in Deutschland auch in unserem Nachbarland gewählt. Die Vorsitzenden der deutschen Ackermann-Gemeinde und der tschechischen Sdružení Ackermann-Gemeinde, Martin Kastler und Kulturminister Daniel Herman, erklären hierzu:

 

„Nach den Parlamentswahlen in unseren beiden Ländern ist unübersehbar, dass die globalen Herausforderungen unserer Gegenwart von vielen Menschen vor allem als Bedrohung und kaum als Chance wahrgenommen werden. Deshalb versuchen sie einen Rückzug in überschaubare regionale und nationale Einheiten und als homogen vorgestellte Gesellschaften. Pluralität und kultureller Austausch haben sich aber als förderlich für demokratische Gemeinwesen erwiesen.

 

Wir können uns nicht aus der heutigen Welt mit ihren Risiken und ihren Möglichkeiten ausklinken.  Als tschechische und deutsche Christen in Mitteleuropa sind wir der Überzeugung, dass wir diese Entwicklungen mitgestalten müssen, wenn wir die in Europa erarbeiteten Werte und sozialen Standards erhalten und weiter entfalten wollen. Dies kann angesichts der Kräfteverhältnisse auf der Welt nur im europäischen Verbund gelingen.

 

Deshalb erscheint es uns notwendig

  • die öffentliche Diskussion in unseren Ländern zu den vor uns liegenden Problemen und Perspektiven zu intensivieren,
  • den kurzsichtigen Egoismen von sozialen Gruppen und einzelnen Ländern wie auch einem verantwortungslosen Populismus, der Ängste und Hass schürt, mit Mut und Zuversicht entgegen zu treten,
  • an den großen Aufgaben der Bewahrung der Schöpfung, der sozialen Gerechtigkeit und des Friedens für alle Menschen dieser Erde als Europäer gemeinsam und geduldig zu arbeiten.

 

Unsere Erfahrung als tschechische und deutsche Mitteleuropäer mit unserem gemeinsamen kulturellen Erbe, mit friedlichen und produktiven, aber auch mit konfliktreichen und zerstörerischen Phasen kann uns helfen, an einer nachhaltigen und positiven Entwicklung in und für unsere Länder, Europa und die Welt mitzuwirken.“
 

Die offiziele Pressemitteilung finden Sie hier.