Frühlingsreffen von Spirála - Demut aus dem Blickwinkel des interreligiösen Dialogs

15.05.2017 09:45

An dem Wochenende vom 11. bis zum 12.März hat in Prag auf dem Weißen Berg das traditionelle Frühlingsreffen von Spirála zu dem Thema Demut aus dem Blickwinkel des interreligiösen Dialogs, stattgefunden.

Es war das erste Mal, dass ich an einer Aktion der Sdružení Ackermann – Gemeinde teilgenommen habe. Vorher wusste ich nichts über die SAG. Kristýna Kopřivová hat mich zu diesem Wochenende eingeladen, später hat sie mir aber mitgeteilt, dass sie selbst leider nicht teilnehmen kann und, dass ich wohl alleine nach Prag fahren muss, ohne jemand zu kennen. Letztlich habe ich aber keinen Rückzieher gemacht und bin dann allein nach Prag gefahren.

Der inoffizielle Anfang fand am Freitagabend in einer Kneipe, im Zentrum von Prag statt. Wir haben uns dort das erste Mal gemeinsam um einen Tisch versammelt. Es war eine coole Möglichkeit, die Organisatoren und auch die anderen Teilnehmer kennenzulernen. Alle waren sehr nett. Da wusste ich schon, dass ich das Wochenende auch ohne Kristýna schaffen würde.  

Am Samstagmorgen bin ich auf dem Weißen Berg angekommen. Dort fand dann der große Moment statt, indem ich mich für die Gemeinschaft Spirála registriert habe und so ein offizielles Mitglied geworden bin – darauf bin ich selbstverständlich sehr stolz. Danach habe ich erst einmal einen Kaffee getrunken und auf die anderen Teilnehmer gewartet.

Der erste Punkt des Programms war der Spaziergang auf dem “Weg der Demut“, bei dem wir verschiedene Texte und Gedichte über die Demut bewundern konnten.

In dem ersten Block der Vorträge haben wir die Erzählung über Demut aus dem christlichen Blick (katholisch und protestantisch) gehört. Beide Referenten, Mgr. Michal Prívara und  doc. ThDr. Václav Ježek, Ph.D. gaben uns viele Impulse zum Nachdenken.

 

Es war ein bisschen Schade, dass der reizvollste Vortrag – über Demut in Islam –ausgefallen ist. Diese Zeit haben wir dann für eine Erfrischung, das Gespräch untereinander oder zum Erholen genutzt. Die freie Zeit haben wir auch gebraucht, um über die vorherigen Vorträge nachzudenken.   

Desto mehr konnten wir Péťas Workshop genießen. Sie hat einen großartigen Vortrag über die Demut in der Kunst vorbereitet. Im Anschluss hat jeder Teilnehmer einen schwarzen, braunen oder grünen (keinen gelben oder orangen) Stift bekommen, um allein etwas schaffen.

Im Rahmen der Atempause nach den Vorträgen hat auf uns das Taizé Gebet gewartet, das auch ohne Gitarre sehr schön war.

Während des Mittagessens konnten wir den Tag, das Erlebte und die Vorträge, die uns besonders interessiert haben noch einmal gemeinsam reflektieren.

Anschließend sind wir zurück zum Benediktiner Kloster gefahren. Dort hatten wir noch einen sehr schönen und lohnenswerten Abend. Ich habe einige interessante Informationen erfahren, zum Beispiel, wie man Geld in der deutschen Sprache umgangssprachlich noch nennen kann, oder wo man die schönsten Mädels in Dresden findet.

Am nächsten Tag – am Sonntag haben wir die Messe in der Nähe vom Břevnov Kloster besucht. Danach haben wir einen letzten Vortrag über die Demut in Judentum gehört. Wir haben nicht nur über verschiede und ein bisschen humorvolle Geschichten nachgedacht, sondern auch über die Gedanken großer Denker gegrübelt.

 

Das Wochenende ist leider sehr schnell vergangen.

Schließlich haben wir zusammen Mittagessen gegessen und gemeinsam diskutiert und reflektiert, was uns besonders gut gefallen hat und was wir nächstes Mal anders haben möchten und so weiter. Das meiste war super und wir haben nicht viele negative Aspekte zu dem Wochenende gefunden.

Das Wochenende war einfach toll! Vielen Dank an alle Organisatoren und Teilnehmer für die schöne Zeit und die Gemeinschaft, die wir zusammen gebildet haben. Ich bin ein stolzes Mitglied von Spirála der SAG und ich freue mich schon auf künftige Spirála Aktion!

 Cyril Ponížil (übersetzt von Kateřina Šumníková)