"Mein Kind von jetzt an heilt's" - Wallfahrt nach Philippsdorf

14.01.2016 12:06

Am Nachmittag des 12. Januars machten wir uns mit einer Gruppe von rund 30 Personen auf den Weg von Prag nach Philippsdorf, um dort das 150. Jubiläum der Muttergotteserscheinung, sowie das 70. Gründungsjubiläum der Ackermann-Gemeinde zu feiern.

Mit dem Singen deutscher und tschechischer Marienlieder und dem Beten des Rosenkranzes stand bereits die Anreise ganz im Zeichen der Wallfahrt.

Nach der Ankunft im Hotel konnte die Gruppe noch eine gut einstündige Führung durch die Stadt Rumburg genießen. Trotz der bereits eingebrochenen Dunkelheit gab es viel interessantes zu sehen und zu hören.

Beim gemeinsamen Abendessen traf unsere tschechische Gruppe schließlich auf die deutschen Teilnehmer, die aus München, Würzburg und anderen Ecken Deutschlands angereist waren. Anschließend galt es so früh wie möglich schlafen zu gehen um nur wenige Stunden später möglichst ausgeruht in das volle Programm für den nächsten Tag zu starten.

Bereits um 3 Uhr morgens traf man sich wieder am Bus, um gemeinsam von Rumburg 

nach Philippsdorf zu fahren. Dank der frühen Abfahrt konnten die meisten unserer Teilnehmer noch Sitzplätze in der Wallfahrtskirche ergattern, in der sich unzählige Gläubige, die aus verschiedensten Richtungen angereist waren, versammelt hatten. Um 4 Uhr begann schließlich der zweistündige, deutsch-tschechische Gottesdienst, bei dem der Muttergotteserscheinung im Jahre 1866 gedacht wurde und in dem auch das Jubiläum der Ackermann-Gemeinde mehrfach Erwähnung fand.

Bei dem anschließenden gemeinsamen Frühstück stärkten sich alle Teilnehmer für den bevorstehenden Festakt, bei dem feierlich das siebzigjährige Gründungsjubiläum der Ackermann-Gemeinde begangen wurde. Nach Grußworten des Leitmeritzer Bischofs Jan Baxant, des Görlitzer Bischofs Wolfgang Ipolt, sowie des stellvertretenden Vorsitzenden der Sdružení Ackermann-Gemeinde Petr Křížek hielt der Bundesvorsitzende der Ackermann-Gemeinde, Martin Kastler, die Festrede mit dem Titel „Als Christen und Europäer. Als Deutsche und Tschechen. Sieben Jahrzehnte Engagement für Integration und Dialog“. Später stellte Bundesgeschäftsführer Matthias Dörr noch die Neuauflage Johannes von Saazes Dichtung  „Der Ackermann aus Böhmen“, an die sich der Name unserer Gemeinschaft anlehnt, vor, von der jeder Teilnehmer im Anschluss an die Veranstaltung ein Exemplar geschenkt bekam.  Ihren Abschluss fand die Feierstunde im gemeinsamen Beten eines Teils des Sühne- und Gelöbnisgebetes. Weitere Informationen und Fotos folgen in einem separaten Artikel.

Nun blieb vor dem gemeinsamen Mittagessen und der Abreise noch Zeit für eine Besichtigung der Lorettokapelle in Rumburg, die sowohl auf deutsch als auch auf tschechisch stattfand.

Mit dem Verlauf des Ausflugs sehr zufrieden fuhr unsere Gruppe schließlich gegen Mittag wieder zurück nach Prag. Das Singen und Beten hielt sich nun jedoch in Grenzen, waren die meisten Teilnehmer von dem ereignisreichen Morgen doch sehr geschafft.

 

Erinnerung von Miriam Lang, Teilnehmerin der Wallfahrt, Studentin

 

Ein Beitrag über das Jubiläum der Ackermann-Gemeinde ist unter anderem auch bei Radio Prag erschienen und hier zu finden.