Projekt Versöhnung 2016: Eine große Zahl von Zeitzeugen der Nachkriegszeit wird kommen

31.10.2016 16:07

Prag, 31.10.2016 – Mehr als 90 Zeitzeugen aus der Nachkriegszeit werden mit ihren Verwandten am Samstag, den 5. November, für das Projekt Versöhnung und ein anschließendes Konzert nach Prag kommen. In der St. Antonius Kirche am Strossmayerovo náměstí wird ein Konzert des Stamic Quartetts und Chor Radost Prag für sie veranstaltet.
Im Rahmen des Versöhnungsprojekts, das unter Schirmherrschaft des Kulturministers Daniel Herman und des Bürgermeisters von Prag 7 Jan Čižinský steht, findet am Mittwoch, dem 2. November, eine Debatte zu dem Thema, “Aussiedlung der Deutschen nach 70 Jahren. Haben wir uns mit der eigenen Vergangenheit auseinandergesetzt?” im Kino BIO OKO statt.


„Die Resonanz der Zeitzeugen auf unsere Einladungen ist unglaublich positiv, wir freuen uns, dass so viele von ihnen nach Prag kommen. Es ist eine der letzten Gelegenheiten, sich mit ihnen zu treffen“, sagt die Geschäftsführerin des Vereins Ackermann-Gemeinde, Eva Engelhardt.

Positive Reaktionen auf die Veranstaltung gab auch von der tschechischen Bevölkerung – auf der Crowdfunding Plattform Hithit schafften es die Organisatoren mehr als 70.000 Kronen zu sammeln.
„Die Bereitschaft zu spenden zeigt, dass die Tschechen sich für die Veränderungen interessieren, die durch die Umsiedlung der Deutschen geschehen sind“, sagt die Veranstalterin des Projektes Vlaďka Vojtíškova.

 

Ein integraler Bestandteil des Projektes ist die Wanderausstellung Unter einem Dach, die in der Nationalen Technischen Bibiliothek am 7. November zum ersten Mal zu sehen sein wird.
Die Ausstellung zeigt Freundschaften und Zusammenarbeiten an Hand sieben deutscher und tschechischer Familien, die durch ein Haus verbunden wurden, in dem die einen vor dem Krieg lebten und die anderen jetzt leben.

„Wir wollen den Menschen zeigen, dass sie keine Angst haben müssen die Tür zu öffnen, wenn ein deutscher Besucher anklopft. Wenn Sie es schaffen die Mär des ‚bösen Sudetendeutschen‘, der seinen Grund und Boden zurückfordert, zu überwinden, können Sie mit den alten Bewohnern eine normale Beziehung oder Freundschaft aufbauen – es gibt einige Leute die es geschafft haben, diese zu erhalten“, sagt die Ausstellungsleiterin der Organisation/ des Vereins Antikomplex Tereza Vávrová.

 

Wenn Sie an einem Gespräch/ Interview mit den Zeitzeugen interessiert sind, wird es möglich sein, jene im Café Jedna zu treffen (am Samstag, 5.11. ab 17:30 Uhr. Bitte bestätigen Sie ihre Teilnahme bis Dienstag den 1.11. an folgende E-Mail Adresse: smireni2016@gmail.com. Bitte beachten sie zuletzt auch, ob die Zeitzeugen Deutsch/ Tschechisch sprechen, oder nicht.

 

Das Projekt besteht aus drei Veranstaltungen in 2 Terminen:

·  Diskussion zum Thema Aussiedlung der Deutschen nach 70 Jahren. Haben wir uns mit unserer eigenen Vergangenheit auseinandergesetzt? 
Mittwoch, 2. November ab 18:00 Uhr im Kino BIO OKO, Františka Křižíka 15

·  Konzert der Versöhnung unter Teilnahme von Zeitzeugen der Vertreibung. Mit Kunstinstallation von Josefína Jonášová. 
Samstag, 5. November ab 19:30 Uhr in der St.-Anthonius-Kirche, Strossmayerovo náměstí, Prag 7 - Holešovice

·  Austellung „Unter einem Dach“, die erfolgreiche Geschichten von Deutschen und Tschechen zeigt, die die Vergangenheit verbindet und nicht trennt. Die Ausstellung wird am Tag des Konzerts der Versöhnung feierlich eröffnet.

 

Kontakte für die Presse:                       

Vlaďka Vojtíšková, Hana Špirková: smireni2016@gmail.com

Telefon: 776 393 717, 721 931 877

 

Sdružení Ackermann-Gemeinde: sdruzeni@ackermann-gemeinde.cz

http://www.ackermann-gemeinde.cz/projektsmireni2016/

 

Antikomplex: vavrova@antikomplex.cz

http://www.antikomplex.cz/smireni-2016.html