Wie ich bei der Spirala gelandet bin

23.01.2020

Der erste Beitrag handelt von meinen persönlichen Erfahrungen mit dem ESC-Programm und der Arbeit bei der Jugendorganisation Spirála. Wie ihr bereits wisst, bin seit September 2019 Teil des Spirála-Teams. Davor habe ich mein Abitur gemacht, bin dann "gleich" nach Tschechien gereist. Ein ziemlich klassischer Verlauf. Aber die Zeit davor war eigentlich gar nicht klassisch. Meine Entscheidung für ein FSJ kam ziemlich spät. Ich wollte eigentlich immer gleich studieren, ein FSJ empfand ich damals als eine ziemlich langweilige Sache. Allerdings wollte ich schon immer mal für ein Jahr im Ausland leben und hatte deswegen kurz mit dem Gedanken gespielt über einen privaten Anbieter ein FSJ im Ausland zu bestreiten. Als ich aber dann die horrenden Preise gesehen habe, war auch dieser Gedanke vorbei. Der Punkt an dem ich mich dann doch für ein FSJ im Ausland entschieden habe, kam in der 11. Klasse. Wir hatten im Rahmen unserer Berufs- und Studienwahl auch einen Vortrag über den sogenannten "European Solidarity Corps", kurz ESC. Diese Möglichkeit, ein FSJ im Ausland, hat mich dann so sehr fasziniert, dass ich beschlossen habe, es selber auszuprobieren. Allerdings folgte dann ein langer und steiniger Bewerbungsprozess. Ich schrieb dutzende Bewerbungen und erhielt meistens entweder keine Antwort oder eine Absage. Aber kurz vor meinem geplanten Beginn des FSJ drehte sich das Blatt. Auf einmal bekam ich viele Angebote und hatte quasi die Qual der Wahl. Schlussendlich habe ich mich dann für die Ackermann-Gemeinde entschieden und zwar weil ich das Projekt am spannendsten fand. Ich wollte immer gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, gleichzeitig aber meine organisatorischen Fähigkeiten trainieren. Dafür ist der Job bei der Spirála ideal. Ein Verein der Begegnungen für Kinder und Jugendliche organisiert, war mein persönlicher Jackpot. Meine Aufgaben umfassen unter anderem die Betreuung des Facebook-Accounts, das Planen von Begegnungen (Einladungen erstellen, Programmplanung, Referentensuche), sowie das Korrekturlesen von Fördergeldanträgen. Diese Mischung aus kreativer und administrativer Arbeit ist perfekt um verschiedene Erfahrungen zu erleben. Gleichzeitig ist man bei den Begegnungen auch immer vor Ort dabei und kann dabei mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten, um seine Soft Skills zu erweitern und zusehen zu können wie die Theorie in der Praxis umgesetzt wird. Bei meinen Bewerbungen stand bei mir immer das Projekt im Vordergrund. Daher war es für mich zweitrangig, in welches Land ich gehe. Als ich dann die Zusage für Prag/Tschechien hatte, wurde ich aber dennoch neugierig auf die Stadt und das Land. Zuvor hatte mit Tschechien nicht viele Berührungspunkte und allenfalls im Geschichtsunterricht davon gehört. Zu Beginn meines FSJ hatte ich mir eine kleine Liste geschrieben, welche Sehenswürdigkeiten ich mir hier anschauen wollte. Mehr habe ich aber nicht geplant, sondern habe stattdessen alles auf mich zukommen lassen. Welche Sachen ich schon Tschechien erlebt habe und wie ich mich verständige, erzähle ich euch in den folgenden Einträgen. Und natürlich lasse ich euch an meinen Erfahrungen bei den Veranstaltungen teilhaben. Falls ihr nun ebenfalls an einem ESC interessiert seid, erhaltet ihr im nächsten Beitrag eine Anleitung für euer eigenes ESC-Abenteuer.