ESC, FSJ, EVS

23.01.2020

Du bist gerade mit der Schule fertig oder mit deinem Studium/Lehre?

Du willst jetzt Auslandserfahrungen sammeln und nebenbei etwas Gutes für die Welt tun?

Dann bist du hier genau richtig.

Heute erklären wir euch, wie dieses Vorhaben funktioniert und was ihr beachten müsst.

Den Begriff FSJ haben die meisten von euch schon einmal gehört. Er steht für das "Freiwilliges Soziales Jahr", indem man für ein 12 Monate oder kürzer in einer gemeinnützigen Organisation mithilft. Jedoch findet so ein FSJ in der Regel in deinem Heimatland statt. Falls du jedoch dein FSJ im Ausland absolvieren möchtest, stehen dir einige Optionen offen. Eine von denen ist das ESC-Programm.

Das ESC steht für den "European Solidarity Corps", welches ein ein von der EU finanziertes Programm ist, welches den jungen Leuten, also dir, eine Auslandserfahrung ermöglichen soll. In diesem Zusammenhang spricht man auch vom EVS, den sogenannten "European Voluntary Service". Lasst euch von diesem Namen aber nicht verwirren, das EVS ist nur der alte Name des ESC-Programms. Inhaltlich und praktisch hat sich nichts verändert.

Aber was müsst ihr jetzt genau tun, um ein ESC machen zu können.

Zuerst meldest du dich in der sogenannten Datenbank an (https://europa.eu/youth/solidarity_de). Hierfür musst du nur deinen Namen und deine Emailadresse angeben. Durch die Datenbank hast du dann den Zugriff auf sämtliche Projekte, bei denen du mitmachen kannst. Hierbei hast du eine ziemlich große Auswahl. Du kannst in einem Jugenzentrum in Spanien mithelfen, im Naturreservat in Schweden mitarbeiten oder in einer Schule in Estland mitwirken. Du siehst also, dass bei dem ESC wirklich für jeden etwas dabei ist. Das ESC kannst du auch in jedem Land abslovieren, das Mitglied in der EU ist oder dem europäischen Wirtschaftsraum (EWR) angehört.

Danch müsst ihr euch eine sogenannte "Entsendeorganisation" suchen. Das können zum Beispiel Jugendtreffpunkte in deiner Nähe sein oder andere Vereine, die eine solche Akkreditierung von der EU haben. Diese Organisationen findest du auch in der Datenbank-Manche Projekte haben sogar ihre eigenen Entsendeorganisation. Also falls du keine auf Anhieb findest, mach dir keine Sorgen. Deine Projektorganisation hilft dir gerne dabei eine zu finden. Aber nun zu der wichtigen Frage, weshalb du eine Entsendeorganisation brauchst. Wie der Name schon sagt, "entsendet" sie dich in das Land in dem du dein Projekt machen wirst. Diese Organisation hilft dir dabei, dein ESC zu planen, in dem sie dich bei der Versicherung anmeldet, deinen "Arbeitsvertrag" aufsetzt und dir alle deine Fragen beantwortet. Die Entsendeorganisation ist quasi dein erster Ansprechpartner bei Fragen.

Danach musst du eigentlich nicht mehr viel machen, um dein ESC zu verwirklichen. Jetzt musst du dich nur noch auf deine Wunschstelle bewerben, die du in der Datenbank. Dabei erfolgt die Bewerbung ganz klassisch mit Lebenslauf und Motivationsschreiben. Dabei darfst du dann aber gerne kreativ werden. Und wenn du dann die Zusage hast, steht deinem Abenteuer nichts mehr im Wege.

Vielleicht hat dich dieser ganze Prozess mit den Bewerbungen dich etwas abgeschreckt, daher noch die TOP 5 der Vorteile eines ESC

  • Es ist für dich komplett kostenlos. Wohnung, Essen, Ticket für die Öffis, Versicherungen und dein Taschengeld wird für dich bezahlt
  • Du lernst eine neue Sprache und Kultur kennen, denn ein Sprachkurs bekommst du auch gestellt
  • Du bist während der Zeit rundumversichert und hast einen Arbeitsvertrag auf den du dich berufen kannst, sollte es Probleme geben. Und nebenbei bist du natürlich auch weiterhin Kindergeld berechtigt.
  • Du lernst viele neue Leute kennen und kannst deinen Horizont erweitern
  • Am Ende deines ESC erhältst du ein Zertifikat, in dem genau drinsteht, was du gelernt und gemacht hast.