Die letzten Tage der Menschheit. Die europäische Idee bei Karl Kraus und heute

05.11.2026

Dieses Jahr findet erneut das deutsch-tschechische Symposium vom 18.11. bis zum 20.11.26 in Brünn statt. Es widmet sich nun dem 1874 in Böhmen geborenen Kritiker, Schriftsteller und Publizisten Karl Kraus. Der Titel orientiert sich an dessen Theaterstück "Die letzten Tage der Menschheit" aus dem Jahr 1923. Dieses verarbeitet den Widerhall des Ersten Weltkriegs in der deutschen und österreichischen Publizistik bitter-satirisch. Zudem wird mit "Die europäische Idee bei Karl Kraus" ein bedeutender Teil seines Werkes, seine entschiedene Kritik des Nationalismus, beleuchtet. 

Der erste Teil des Brünner Symposiums befasst sich mit der Frage nach der Haltung des Autors zu außenliterarischen, gesellschaftlichen Themen, wie sie sich bei tschechisch- und deutschschreibenden Künstlern manifestierte. Im zweiten Teil wird sich mit den aktuellen politischen Deutungen der europäischen Idee beschäftigt. 

Das Motto lautet: "Was bedeutet Europa überhaupt für die Tschechen, Ungarn und Polen? Diese Völker waren von Anfang an Teil eines im römischen Christentum verwurzelten Europas. Sie waren an allen Phasen seiner Geschichte beteiligt. Der Begriff 'Europa' stellt für sie kein geografisches Phänomen dar, sondern einen geistigen Begriff, der gleichbedeutend mit dem Wort 'Westen' ist." (Milan Kundera: Der entführte Westen)

Weitere Informationen zur Veranstaltung und den Programmplan finden Sie HIER.

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