SAG beim Katholikentag - von der Sprachanimation bis zur Vernetzung

02.06.2024

Am Mittwoch, den 29. Mai 2024, stiegen wir vor dem Emmaus-Kloster in den Bus und machten uns gemeinsam mit unserem Deutschlehrerinnen-Team auf den Weg nach Erfurt. Das Ziel war der Erfurter Katholikentag - mit einem zusätzlichen eigenen Programm für Deutschlehrerinnen. Die Begegnung war so gestaltet, dass unsere Teilnehmerinnen die Möglichkeit hatten, sich inspirieren zu lassen, neue Perspektiven zu gewinnen und erfrischt in ihre Schulen zurückzukehren. Dafür haben wir verschiedene Workshops, Vorträge und Aktivitäten im Bereich Kultur geplant.

Nach einem freien Freitagvormittag, den wir im Rahmen des Katholikentagsprogramms verbrachten, hatten unsere Lehrer einen Workshop mit Simona Pöder Innerhofer, Ph.D. - Dozentin für Deutsch und Hebräisch. Sie hat sich auf Sprachanimation und Psychodramaturgie spezialisiert, innovative Methoden, die den Studierenden die Sprache aus anderen Blickwinkeln näher bringen als die üblichen Unterrichtsmethoden. Sie stellte uns eine breite Palette von Übungen vor, die zum Aufwärmen und Entspannen dienen, aber auch solche, mit denen man spielerisch und mit voller Konzentration die eigenen Fähigkeiten unter Beweis stellen kann. Unter Simonas Anleitung konnten die Lehrkräfte all diese Aktivitäten selbst ausprobieren und anschließend gemeinsam analysieren, wie sie im Unterrichtsalltag eingesetzt werden können.

Sobald der Workshop erfolgreich abgeschlossen war, machten wir uns auf den Weg nach Erfurt und damit in den Strudel der Ereignisse. Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten zwischen einer von den Katholikentags-Organisatoren geleiteten Stadtführung und den anderen Programmangeboten des Festivals wählen. Am Abend versammelten wir uns alle wieder zu einem Gottesdienst, der von unserer Schwesterorganisation, der Ackermann-Gemeinde, ausgerichtet wurde.

Der Samstag ging es um die Arbeit mit Jugendlichen. Am Morgen ging es wieder zum Katholikentagszentrum, wo die Lehrerinnen ein Arbeitsblatt mit einer Aufgabe bekamen - die Standorte der genannten Organisationen besuchen, über die Möglichkeiten des grenzüberschreitenden Jugendaustausches informieren, Kontakte sammeln, sich erkundigen. Unser Weg führte uns zunächst zum Stand von Renovabis, einer katholischen Organisation, die sich für die Länder östlich von Deutschland einsetzt. Vertreter von Renovabis sprachen mit uns über die Möglichkeiten, die sie jungen Menschen bieten und stellten ihre Aktivitäten (nicht nur) auf der Ebene deutsch-tschechischer Projekte vor. Weitere Stationen waren der Bund der Deutschen Katholischen Jugend, Vertreter der Salesianer und auch die Ackermann-Gemeinde - kurzum alle, die offen sind für grenzüberschreitende Jugendarbeit.

Als wir aus der Stadt zurückkehrten, warteten zwei Mitglieder der Jungen Aktion der Ackermann-Gemeinde mit einem vorbereiteten Programm auf uns. Sie stellten uns in Form eines Workshops weitere Spiele und Aktivitäten vor, mit denen man Kinder und Jugendliche für die fremdsprachliche Kommunikation begeistern kann, und erläuterten anschließend mit den anwesenden Spirala-Mitgliedern die Funktionsweise von AG, SAG und ihren Jugendorganisationen. Auf diese Weise stellten sie den Lehrerinnen unsere Projekte vor, die jungen Menschen ein Kultur- und Bildungsprogramm im deutsch-tschechischen Raum bieten, und machten sie mit den Möglichkeiten vertraut, die unsere Organisation den jungen Menschen bietet.

Am Sonntag näherte sich bereits der Zeitpunkt unserer Abreise. Wir beendeten das gesamte Treffen mit einer abschließenden Reflexion. Wir fassten zusammen, was unsere derzeitige Vision für die Zukunft ist - was sich unsere Teilnehmenden für die nächsten Schuljahre erhoffen, was ihre Pläne sind, welche Herausforderungen auf sie warten. Als wir nach fünf vollgepackten Tagen in den Bus stiegen, spürten wir eine allumfassende Zufriedenheit. Zufriedenheit darüber, dass die Veranstaltung bereichernd und sinnvoll war und vielleicht sogar die Erwartungen übertroffen hat. Jetzt gibt es nur noch eines zu tun: die gewonnenen Anregungen in die Praxis umzusetzen. Und unsere Lehrerinnen und Lehrer haben keinen Zweifel daran, dass ihre Schülerinnen und Schüler nun eine einzigartige und vielfältige Lernerfahrung machen werden.