Letní setkání mládeže v Landshutu 

22.10.2019

Retrospektiv bin ich dann meiner Schwester doch dankbar, dass sie mich überredet hat, an einer Sommerwoche der Jungen Aktion der AG teilzunehmen, bei welcher sie sonst immer dabei war. Und es war einfach großartig!

Die Sommerwoche fand zeitgleich mit den deutsch-tschechischen Begegnungstagen der Ackermann Gemeinde in Landshut statt. Deren Motto "Europa 1989-2019. Mut zur Zukunft." war auch bei uns Programm. Eine Woche lang haben wir mit diesem Thema gearbeitet, darüber gesprochen und auch debattiert. Ob jung (14) oder "alt" (26), ob deutsch oder tschechisch (oder slowakisch, schwytzerdütsch, französisch, russisch,...), jeder von den 35 Teilnehmern hat sich mit viel Enthusiasmus für die Workshops zu dem Thema begeistern können.

Meist ging es morgens mit einer besinnlichen Statio los, welche uns gedanklich auf den Tag vorbereitete. Anschließend zeigte sich, wie gut Musik verbinden kann: Die Top-Besetzung von zwei Klarinetten und Querflöten, drei Gitarren und einer Geige mit einem Klavier ließen alle die morgendliche Müdigkeit mit manch magischer Melodie vergessen. Anschließend gab es dann täglich verschiedene Projekte, die uns vor allem das Thema näher bringen sollten.

Spannend war der Vortrag des CSU Abgeordneten Dr. Klaus Roseüber die Zeit und die Gründe des Mauerfalls, welche er uns besonders lebendig schildern konnte, da er sich bereits zur damaligen Zeit mit den deutsch-tschechischen Beziehungen beschäftigt hatte und Zeitzeuge der damaligen Ereignisse war.

Gemeinsam in die Zukunft blickten wir dann in einem Vortrag von Dominik Porvažník, des UN-Jugenddelegierten der Slowakei. Er erzählte nicht nur von der alltäglichen Arbeit bei den Vereinten Nationen, sondern sprach mit uns gemeinsam über die notwendige Politik kommender Jahre und konnte uns auch für das persönliche, private Leben wichtige Ratschläge geben.

Doch die Sommerwoche war bei weitem nicht nur das. Wir konnten gemeinsam in sogenannten Kreativen Arbeitskreisen (mit der etwas gewöhnungsbedürftigen Abkürzung KAK) etwas für andere erarbeiten. Ob Chor, Projektzeitung, Gottesdienstvorbereitung oder eine Schnitzeljagd für die kleineren Kinder vom Plasto Fantasto, jeder konnte sich mit seinen Talenten einbringen.

Doch auch für uns wurden viele Aktivitäten vorbereitet: So nahmen wir selbst an einer (ungleich schwierigeren) Schnitzeljagd durch ganz Landshut teil, die viel Spaß gemacht hat. Manche Gruppen stießen dort aber an ihre Grenzen, und zwar wenn die Technik nicht so wollte, wie sie es hätte wollen sollen. Nichtsdestotrotz haben wir so viel über die Architektur und Kultur der Stadt lernen können.

An einem anderen Tag konnten wir wettkampfmäßig in einer speziellen "Olympiade" mit anderen Teams kompetitiv konkurrieren. Die an Kreativität kaum zu überbietenden Aufgaben haben viel Spaß gemacht und in meinem Fall auch für drei Tage Rückenschmerzen gesorgt; die JA-Teilnehmer ahnen wohl alle, welcher nicht gerade beliebten Disziplin man dies zu verdanken haben kann. Nicht zu vergessen sind außerdem noch die unzähligen kleinen Spiele, welche den Teamgeist aufbauten.

Ein Höhepunkt war dann der gemeinsam vorbereitete Gottesdienst am Freitag morgen. Viele Teilnehmer haben sich dort eingebracht; die für das morgendliche Singen zuständige Combo begleitete den Gottesdienst musikalisch, Deutsche und Tschechen hielten die Lesungen und die Fürbitten und hergestellte Traumplakate konnten bei der Gabenbereitung vor den Altar gebracht werden.

Zusätzlich nahmen wir noch an dem Programm der Ackermann-Gemeinde teil und konnten dort unter anderem die hochkarätigen Referenten, die man eigentlich nur aus dem Fernsehen kennt, im persönlichen Gespräch erleben. So hörten wir spannende Vorträge des ZdK Präsidenten Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg und des vielleicht (hoffentlich) zukünftigen tschechischen Präsidenten Šimon Pánek.

Das allgemeine Programm war also sehr gut, trotzdem war das Tollste, der eigentliche Grund weshalb man hergefahren ist, etwas anderes. Für die Steckbriefe unserer Zeitung fragten wir die anderen Teilnehmer danach, was ihnen am meisten gefallen hat. Dass die Antworten fast immer sehr ähnlich waren, ist meiner Meinung nach kein Zufall. Denn das Kennenlernen von netten Menschen, das Wiedersehen von alten Freunden und das Erleben von Zusammenhalt und Gemeinschaft war wohl für alle das Schönste während dieser Zeit. So verschieden wir auch sind, wir können uns auf jeden einlassen und können mit jedem gut klarkommen. Jeder war hier auf seine Art einzigartig und bereicherte als solcher die Gemeinschaft enorm.

Um nur ein Beispiel zu nennen, konnten die jüngsten Teilnehmer durch ihre offene Art alle erheitern und die Diskussionen mit ihnen über die Vorzüge verschiedener politischer Modelle werden wohl einigen Tschechen unvergessen bleiben.

Aber insgesamt haben wir zu viel erlebt, als dass man die Eindrücke niederschreiben könnte. Selbst wenn dies möglich wäre; das Bild könnte niemals den wahren Geist der Veranstaltung vermitteln. Dies geht nur durch das Erleben der Gemeinschaft.

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal!

Simon Bode

Organizační tým letního setkání
Organizační tým letního setkání